Konsens erreicht

Gemeinsamer Workshopprozess der Interessengemeinschaft IG Karli und der Stadt Leipzig zum Bauablauf in der Karl-Liebknecht-Straße

Die IG Karli, ein Zusammenschluss von Gewerbetreibenden, Händlern und Gastronomen in der Karl-Liebknecht-Straße, befürchtet durch den zweijährigen Bau der Karl-Liebknecht-Straße erhebliche Beeinträchtigungen und Umsatzeinbußen, welche teilweise existenzbedrohend sein könnten.
In diesem Zusammenhang gab es den dringenden Wunsch, sich in die Planungen zum Bauablauf konstruktiv einzubringen. Der im Interessenbeirat am 13. Dezember 2012 gefasste Beschluss zur Variante 1 des Bauablaufes konnte manche Gewerbetreibende nicht befriedigen, da sie in dieser Variante die Interessen der Händler und Gastronomen nicht ausreichend berücksichtigt sahen.
Um in diesen Konflikt beizulegen, beauftragte die IG Karli das Planungsbüro StadtLabor als externen Berater und Moderator für einen Workshopprozess, zu welchem die in der IG Karli versammelten Gewerbetreibenden, Mitglieder des Interessenbeirates Karli, das Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig sowie die LVB gemeinsam eine verträgliche Bauvariante entwickeln sollten.

In insgesamt vier konstruktiven und ergebnisorientierten Workshoprunden konnte ein für alle Seiten befriedigender Konsens erzielt werden. Dieser beinhaltet folgenden optimierten Bauablauf:

– Der Abschnitt mit der höchsten Dichte an Kneipen zwischen Shakespearestraße und Körnerstraße wird komplex im ca. Mitte Februar bis ca. Mitte August 2015 gebaut. Um hier nur eine Vollsperrung der Straßenbahn während der Sommerferien in 2015 zu haben, sind vorgezogene Bauleistungen der KWL und Gleisbau 2014 (ca. Januar bis ca. April 2014) notwendig

– Auch der Peterssteinweg zwischen Dimitroffstraße und Härtelstraße wird komplex im 2. Halbjahr 2015 gebaut, das Weihnachtsgeschäft der Läden auf der Ostseite wird dabei berücksichtigt

– Im mittleren Abschnitt zw. Härtelstraße und Shakespearestraße sowie im Bereich des Leuschnerplatzes wird jeweils halbseitig in wandernden Teilabschnitten gebaut. Damit soll jeweils eine Fahrtrichtung für den Anlieger- und Belieferungsverkehr durchgehend befahrbar sein

– Die Straßenbahn fährt bis auf eine 6-wöchige Sperrung in den Sommerferien 2015 auf Interimsgleisen oder den neugebauten Gleisen während der gesamten Baumaßnahme

– Die Haltestelle „Münzplatz“ wird mit Beginn der Baumaßnahmen als Bauhaltestelle eingerichtet

– Jeder Gewerbe-Anlieger der Karli erhält bis Juli 2013 einen individuellen, verbindlichen Bauablaufplan für den jeweiligen Baubschnitt

– Ein direkter und kompetenter Ansprechpartner und Kümmerer steht den Anliegern während der gesamten Baumaßnahme vor Ort zur Verfügung und sorgt für schnelle Lösungen bei Problemen

– Bis Mai 2013 wird ein Parkraum- und Belieferungskonzept für die Bauzeit erarbeitet, welches kostenfreie Kurzzeitparkzonen (10-18.00 Uhr) in den Seitenstraßen und eine ständige Erreichbarkeit für Belieferungen beinhaltet

– Vor Baubeginn wird ein umfangreiches und mit einem Budget unterlegtes Werbe- , Informations- und Kommunikationskonzept im Dialog mit der IG Karli erarbeitet. Dazu lädt das Referat Kommunikation der Stadt Leipzig Vertreter der IG Karli ein.
Mit dem erreichten Konsens konnte der Konflikt beigelegt werden. Man einigte sich darüber hinaus darauf, weitere Details in einer dauerhaften und engen Kommunikation zu klären. Dazu gehört zum Beispiel auch die Prüfung einer sicheren Führung des Radverkehrs.

Am 16. Januar soll nun der Interessenbeirat Karli über den optimierten Bauablauf befinden. Bei Bestätigung wird dieser dann mit Bestandteil des Bau- und Finanzierungsbeschlusses, der dann dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt wird.

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