IG_KARLI_NEWS_#16

Licht aus, Spot(t) an ?

Andreas Bürger
 

Weißes Licht sei der Trend, auch in anderen deutschen Städten. So argumentiert das Leipziger Verkehrs- und Tiefbauamt. Unter weißer Beleuchtung erkenne man die Farben besser und könne auch weiter sehen. Es liegt also nah, mit dieser Denke unsere Stadt und alsbald beginnend unsere Karli nach deren Sanierung in weißes Licht zu tauchen. Geplant ist das schon jetzt auch für die Könneritzstraße und fragwürdig zu bestaunen bereits in erster Umsetzung auf der gegenüberliegenden Seite des Volkshaus. Hier hat man dann auch einen visuellen Vergleich zwischen dem neuen und dem (bewährten) alten Leuchtmittel. Dieses wehrt sich noch immer mit warmem Orangeton gegen seinen weiß-gleißenden Kontrahenten.

Schon seit Steinzeitmenschzeiten, nach der Entdeckung des Feuers, fühlt sich der Mensch nun aber nachweislich wohler, wenn warme Lichtfarben ihn umgeben. Und ausgerechnet da, wo die Stadt sich anschickt, Straßen und Plätze „aufzuhübschen“, soll diese Erkenntnis dem Modernisierungswahn geopfert werden? Wir Gewerbetreibende, Händler und Gastronomen wollen das nicht. Die Karli ist eben nicht nur eine Verkehrstangente sondern und gerade auch in den Abendstunden eine Meile auf der man sich gern trifft und verweilen möchte. Das Angebot an Freisitzen ist reichlich und erfreut sich bei Anwohnern und Besuchern reger Nachfrage. Das in deutschen Landen so geliebte Gefühl der „Gemütlichkeit“, ein Wort übrigens, dass in andere Sprachen nur unzureichend zu übersetzen ist, soll mittels weißem Licht aus der Karli gedrängt werden. Das ist so, als würde man sein Wohnzimmer nun vorzugsweise mit Neonleuchten ausstatten. Bei aller Notwendigkeit zu Modernisierung und Effizienz dürfen die Vorlieben von uns Menschen aber nicht außer Acht fallen.

Es macht ein wenig Hoffnung, dass man das zunächst als nicht diskussionsfähiges Thema der Straßenbeleuchtung auf der Präsentation des Bauvorhabens in 2015 am 08.12. 2014 im Volkshaus nun wohl doch auf Druck der anwesenden gewerbetreibenden Gäste nochmals überdenken will. Der Vorschlag zur Präsentation von 2-3 Leuchtmittelalternativen, die wärmeres Licht erzeugen, wurde zumindest vom Moderator des Abends als „gute Idee“ bewertet. Warum sollte in der Karli ein anderes neues Leuchtmittel verwendet werden, als beispielsweise in der Straße des 18.Oktober; in der man sich als neues Leuchtmittel ebenfalls für einen warmen Orangeton entscheiden konnte? Und wie sähe das aus, wenn Petersteinweg und Karli nur im Sanierungsbereich vom Leuschner- bis zum Südplatz in weißes Licht geworfen werden, während man den Warmton vom Südplatz bis zum Kreuz beibehält. Gesunde und rosige Gesichter gibt’s dann abends auf den Freisitzen nur noch ab dem Südplatz. Die Menschen auf den sanierten Flächen sähen dann alle irgendwie fahl aus, angestrahlt von der Lichtidee, die vorgibt im Bundestrend zu liegen. Da bekommt das Wort „Totsanierung“ auf unrühmliche Weise doch gleich ein leuchtendes Beispiel. Wollen wir hoffen, dass es nicht soweit kommt und den in der Stadt verantwortlichen Planern und Bestimmern in dieser Hinsicht noch ein (warmes) Licht aufgeht.

 

Schock!!!!

Daniel Weise
 

Das empfanden einige Gewerbetreibende vor ca. 3 Wochen.
Es ging um einen Baugestaltungsplan, den von der IG noch niemand kannte und der vorsieht, einige Freisitzflächen in ihrer Fläche ordentlich zu verkleinern.
Unter anderem aus diesem Anlass wurde ein Informationsgespräch geführt zu dem Bauleiter, Verantwortliche der Stadt Leipzig und noch weitere Entscheidungsträger der IG und allen anderen Beteiligten Ihre Änderungen erläutern und erklären sollten.
Das passierte letzte Woche mit dem Ergebnis, das die Anliegen der besonders Betroffenen gehört und auch verstanden wurden.
Im Ergebnis wurde versprochen, eine vernünftige Lösung zu suchen und natürlich auch zu finden. Unbefriedigend bleibt die Tatsache, dass es überhaupt zu solchen irritierenden Situationen gekommen ist. Es sind aktuell Änderungen vorgesehen die so nie geplant wurden und uns als Gewerbetreibende , Anwohner und auch “Fans” der Straße ziemlich verunsichert haben. Wir konnten der Stadt und den Verantwortlichen auch einige Lösungsvorschläge vermitteln und sind sehr gespannt was in dem Zeitraum bis Ende Januar für Ergebnisse der geplanten Kompromissvorschläge auf den Tisch kommen. Außerdem wird es zum selbigen Thema eine weitere moderierte Informationsveranstaltung geben.
Wir bleiben für euch dran und informieren weiter.

Ergänzung IGAdmin:

Zur Informationsveranstaltung am 08.12.2015 trug die Stadt vor, dass wegen ihres Eingriffes in die Geometrie der Bürgersteige und den signifikanten negativen Konsequenzen für die Freisitze die durch die IG kritisierte “Gestaltungsplanung” eine Weiterentwicklung der vom Stadtrat am 15.05.2013 beschlossenen “Entwurfsplanung” sei. Die die Situation vor der Baustelle angeblich funktional identisch zeigen soll. Die IG wurde belehrt, dass es sich beim “Entwurfsplan” um eine dargestellte Mischung aus Alt- und Neusituation handele und der Gehweg in beiden Plänen gleich sei. Die IG ergo falsch interpretiere. Allein der augenscheinliche Unterschied des eingezeichneten Verlaufes des Gehweges Ostseite zwischen Körner- und Shakespearestr. auf beiden Plänen widerspricht dem.

Siehe  Planvergleich_12_2014

Am 17.12.14 machen sich Kommunalpolitiker vor Ort ein Bild.

Seitens der Stadt wurden für jeden Fall des Ausgangs der Diskussion zur “Planinterpretation” Kompromissgespräche im ersten Quartal 2015 in Aussicht gestellt. Um durch Baubeginn im Jahr 2015 nicht der Gefahr vollendeter Tatsachen ins Auge blicken zu müssen, regt die IG dringend einen ersten Austausch im Januar 2015 an.

 

Freie Wege für freie Bürger: Karli wieder komplett passierbar!

Iris Kirchhoff
 

Ab ins Leben, ab in den Süden, möchten wir Einzelhändler, Gastronomen und dienstleistend Ansässigen laut rufen. Wer nun an entspannte Urlaubstage denkt, liegt falsch. Aber es ist für alle Betroffenen befreiend, dass der Kfz- und Radverkehr nun wieder ungehindert durch den Petersteinweg und die Karl-Liebknechtstraße rollen kann. Und spätestens am 15. Dezember sind auch die Restarbeiten an den Gehwegen beendet, sodass endlich wieder gilt: freie Wege für freie Bürger!

Wer dem Innenstadttrubel entfliehen möchte, hat also eine Alternative, um entspannt zu flanieren, einzukaufen, zu speisen und zu trinken.

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Die IG wünscht allen eine gute Weihnachtszeit und einen gediegenen Übergang in ein sicher spannendes Jahr 2015.

Hohoho & Prosit!

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