IG KARLI NEWS #5

IG_KARLI_NEWS_01_2014

Wie es sich gehört wünschen wir allen – welchen widrigen Umständen auch immer zum Trotz – ein erfolgreiches neues Jahr und privates Glück.

Unnötige Unruhe.

Nachdem es zu Irritationen bezüglich der Gastro-Freisitze in den Baustellenjahren und für die Zeit danach kam, haben wir auf Nachfrage eine vorerst versöhnliche Antwort im Ergebnis eines informellen Austausches zwischen Ordnungsamt und Verkehrs- und Tiefbauamt erhalten.
Die offizielle Lesart ist nun, dass Anträge auf Sondernutzung für 2014 und 2015 gestellt werden sollen und die Freisitze und Podeste weiterhin außer in den Zeiten mit Bautätigkeit vor Ort genehmigt werden. Jeweils nach Beendigung der unmittelbaren Bautätigkeit können Freisitze und Podeste wieder aufgestellt werden. Viel Interpretationsspielraum bietet die Aussage, dass es nach Abschluss der Bautätigkeiten in der Karli nach 2015 Einzelfallentscheidungen unter Beachtung der Örtlichkeit zum Thema Podeste geben soll.

Die Journaille posaunt reflexartig: Karli dicht! Was so nicht stimmt!

Nachdem nun BILD und LVZ die Öffentlichkeit leidlich mit der Schlagzeile „Karli dicht!“ malträtiert haben mit dem gefühlten Ergebnis, dass es einer bedrohlichen Gefahr gleichzukommen scheint, sich der Karli auch nur anzunähern, hielten wir es für angezeigt die Bauherren zu bitten, auf der Stadtseite die Verkehrseinschränkung so darzustellen, wie sie den realen Gegebenheiten entspricht:

DURCHGANGSVERKEHR GESPERRT!

ANLIEGER-, ANLIEFER- UND ANWOHNERVERKEHR FREI!

Wir haben die Stadt gebeten, in der Kommunikation zukünftig darauf zu achten. Unserem Wunsch soll entsprochen werden.

Karli lebt – Karli bebt! Und zwar am 05. April!

Natürlich leidet die Karli unter der Machtübernahme durch die vielen Männer mit gelben Helmen. Und trotzdem, trotz allem und durchaus auch trotzig bleibt die Karli ein Ort voller Vitalität und Kreativität. Ein Baustellen-Gegenmodell nimmt Konturen an. Am 05. April lädt die Karli ein zum “Karli-Beben”, d.h. Live-Musik und Deejays in allen teilnehmenden Kneipen bei freiem Eintritt für alle Besucher. Ob irische Folkband, New Orleans Jazz, Rockabilly, soul, Salsa, Pop, Rock oder Disco. Am 05. April lassen die entfesselten Tanzbeine der Gäste der Südvorstadt die Karli beim Kneipenhopping beben.
Weitere Infos dazu später.

Karli Straßenfeste.

Vorerst sind die Termine für die Feste in 2014 der 10.05. und der 13.09.2014. Die IG hat sich zu diesem Zweck organisatorisch aufgestellt. Welche Unterstützung die Stadt zu geben bereit bzw. in der Lage sein wird – im Rahmen des im Konsenspapier Vereinbarten – sollte Ende des Monats klar sein. Auch dazu halten wir euch hier auf dem Laufenden.

Wir bitten weiter um finanzielle Unterstützung.

All jene, die die Arbeit der IG schätzen und aufmerksam verfolgen, sei es nun aus eigener Interessenlage oder Sympathie, bitten wir um eine kleine und doch angemessene Gabe in den Topf des schnöden Mammons. Das Engagement verursacht hin und wieder unvermeidliche Kosten, die auf viele Schultern zu verteilen wir als fair ansehen. Auf unserer Schatulle steht geschrieben:

IG Karli c/o Ines Wangemann, Sparkasse Leipzig, BLZ 86055592, Konto 1090046495

An dieser Stelle danken wir all jenen herzlich, die ihren Beitrag schon geleistet haben.

Kopf hoch und voran!

Eure IG KARLI

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IG KARLI NEWS #4

IG_KARLI_NEWS_03_12_2013

Es scheint, dass sich mit den News ein Rhythmus einstellt. Ein monatlicher. Das bedeutet Motivation, aber auch Mühe. Locker aus der Hand – oder besser aus dem Kopf – geht das mit erfahrbarer und auch kritischer Rückkopplung sehr viel leichter. Also los: Hackt uns was in die Seite! Reaktion! Kommunikation! Agitation! Motivation! Inspiration! …

Nach dem Kompromiss ist vor dem Kompromiss.

Die IG hatte sich aus gutem Grund nicht durchringen können, dem ersten für 2014  gültigen Informationsflyer seinen Segen – soll hier heißen „Druckfreigabe“ – zu geben. Und zwar deshalb, weil in diesem Flyer der Bauabschnitt zwischen Körner- und Shakespearestraße signifikant von der im Konsens getragenen „Variante 1A“ abweicht. Und zwar in der Weise, dass dort nicht punktuell, sondern flächig gebaut werden soll. Warum das so ist und ob das nach unserer aufmerksamen Feststellung und mit Nachdruck vorgetragenen Intervention so im Flyer steht – die Antwort auf diese Frage hatte uns das Verkehrs- und Tiefbauamt bis zum 14.11.2013 versprochen. Und fürwahr: Das Versprechen wurde gehalten. Die IG ist mit dem Kompromiss einverstanden, statt 5 Monaten Vollsperrung nun eine fünfwöchige Teilsperrung zu akzeptieren. Das Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt hat hier engagiert reagiert. Geht doch, könnte man sagen.

Kettensägen im Kiez.

Die Baum- und Strauchfällungen im Zuge der bauvorbereitenden Maßnahmen sind von uns aufgenommen. Wir prüfen die Neu- und Ersatzpflanzungen!

Die Guten gehen, die Bösen kommen – oder wirft da was seinen Schatten voraus?

Alpha60, Fairkost, Biobäcker Seidel und Licht-Design gehen. Burger King kommt. Noch dazu in Nachbarschaft zur Petri-Schule. Irgendwie beschleicht einen da doch ein seltsames Gefühl. Die Stadtsoziologie hat für dieses Phänomen den Begriff „Gentrifizierung“ erfunden. Es steht die Befürchtung im Raum, dass sich die Baustelle 2014/2015 katalytisch auf diesen Prozess auswirken wird.

Wir bitten um finanzielle Unterstützung.

All jene, die die Arbeit der IG schätzen und aufmerksam verfolgen, sei es nun aus eigener Interessenlage oder Sympathie, bitten wir um eine kleine und doch angemessene Gabe in den Topf des schnöden Mammons. Das Engagement verursacht hin und wieder unvermeidliche Kosten, die auf viele Schultern zu verteilen wir als fair ansehen. Auf unserer Schatulle steht geschrieben:

Ines Wangemann c/o IG Karli, Sparkasse Leipzig, BLZ 86055592, Konto 1090046495

“Frieden. Frieden.” …

… beschwört Heinrich Bölls Weihnachtsengel. Die Karli scheint von den Auswüchsen weltlichen und manchmal sehr seltsamen Weihnachtsgebarens – eindrucksvoll in der Innenstadt zu erleben – weitestgehend verschont zu bleiben.
Ob das so bleibt, liegt an uns.

Frohe Weihnachten Euch allen da draußen.

Eure IG KARLI

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IG Karli News #3

IG_KARLI_NEWS_05_11_2013

Bürgerbefriedung, Tatsachenvollendung und Baufeldvorbereitung

Die Stadt lud ein und der Ratsplenarsaal war durchaus gefüllt, als am 28.10.2013 um 19 Uhr Vertreter der beteiligten Bauherren das KARLI-Bauprojekt ins rechte Licht rückten. Die Stadt Leipzig, Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH (LVB) und Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH (KWL) präsentierten jeweils ihren Teil am großen baulichen und finanziellen Kuchen.
Die Stadt Leipzig wurde vertreten durch Edeltraut Höfer (Leiterin des Verkehrs- und Tiefbauamtes) und Matthias Hasberg (Pressesprecher). Der Geschäftsführer Technik und Betrieb der Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH, Ronald Juhrs vertrat die LVB, und Mathias Wiemann sprach für die KWL. Auch der „Kümmerer“ vom Info-Container, Michael Biedermann, zeigte Gesicht.
Betroffene und Interessierte kamen gleichermaßen zu Wort, die Antworten waren substanziell und wurden geduldig vorgetragen. Ein harmonischer Abend.
Wir sahen die Veranstaltung für nicht geeignet an, uns dort noch einmal zur Bauplanungsdifferenz 1. Bauabschnitt 2014 Ostseite öffentlich zu äußern. Dieser auch im vorgestellten Bauinformationsflyer dargestellte Bauabschnitt zwischen Körner- und Shakespearestraße weicht signifikant von der im Konsens getragenen „Variante 1A“ ab. Und zwar in der Weise, dass dort nun nicht mehr punktuell, sondern flächig gebaut werden soll. Warum das so ist und ob das nach unserer aufmerksamen Feststellung  und mit Nachdruck vorgetragenen Intervention so bleibt – die Antwort auf diese Frage hat uns das Verkehrs- und Tiefbauamt bis zum 14.11.2013 versprochen. Zu spät für den Redaktionsschluss des Flyers und so hat nun die von uns kritisierte Variante Eingang in das Druckmedium gefunden. Vollendete Tatsachen?
Niemand wusste im Vorfeld natürlich so recht, was unter „baufeldvorbereitenden Maßnahmen“ seitens der Bauherren zu verstehen ist. Inzwischen ist es augenfällig.
Vom 4. bis 22. November werden im gesamten Bauabschnitt Bäume gefällt, teilt das Baudezernat der Stadt Leipzig mit. Im Rahmen der Gesamtmaßnahme werden dafür im Herbst 2015 neue gepflanzt, informiert man eilig hinterher. Zwischen Braustraße und Niederkirchnerstraße werden auf den Fußwegen in Richtung Süden die Gehwegplatten entfernt und durch eine Asphaltschicht ersetzt. Auf diesen Gehwegbereichen werden zur Belieferung der Geschäfte die Lieferfahrzeuge parken.

Mehr dazu hier:

http://www.l-iz.de/Politik/Nachrichten/2013/10/Karli-Ab-4-November-werden-Baeume-gefaellt-51803.html

Die Bauherrenpräsentation und den Infoflyer 2014 könnt ihr hier herunter laden.

http://www.leipzig.de/news/news/unterlagen-der-buergerinfoveranstaltung-umbau-karl-liebknecht-strasse-jetzt-online/

V.a. die Lektüre des Flyers ist zu empfehlen, weil er durchaus in einer abstrahierten klaren grafischen Form die Nutzer unterschiedlicher Fortbewegungsmittel zu den Umleitungen informiert.

Eure Rückmeldungen sind uns wie immer hoch willkommen.  Eure IG KARLI

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IG KARLI NEWS #2

Weder Golf noch Guinness: Die Sache mit dem Pitch

Eine vergaberichtlinientreue Ausschreibung der kommunalen Verwaltung ist ein Prozess, in dem ohne Doodle und Bewertungsmatrix wenig geht.

Doch der Reihe nach.

Zur kommunikativen Baubegleitung ist im Konsenspapier folgendes festgehalten:
„… Vor Baubeginn wird ein umfangreiches und mit einem Budget unterlegtes Werbe- , Informations- und Kommunikationskonzept im Dialog mit der IG Karli erarbeitet. Dazu lädt das Referat Kommunikation der Stadt Leipzig Vertreter der IG Karli ein. …“
Ja, wir wurden eingeladen, und ja, unsere Stimme wurde gehört. Nein, das „umfangreiche Werbe-, Informations- und Kommunikationskonzept“ ist es nicht – es ging lediglich um den Entwurf einer Wort/Bildmarke, eines Plakates und eines Flyers. Und nein, von einem „Budget“ zu reden wäre nicht angemessen.
Vier Agenturen nahmen die Einladung zur Agenturpräsentation „Kommunikationskonzept KARLI-Baustelle 2014/2015“ an und „pitchten“ was das Zeug hält.
Hauptaufgabe der Kommunikation sollte aus unserer Sicht die Bereitstellung von Imagewert und die zielgruppengenaue Umsetzung in Konzept und Kreation sein.
Dies wurde durch die Gleichgewichtung von Image und Information im Briefing nicht hinreichend deutlich abgebildet. Dementsprechend schwierig war für die Agenturen der Lösungsweg, was sich dann auch in den Kommunikationsschwerpunkten der einzelnen Agenturen widerspiegelte. Die dann dadurch ebenso schwierig durch die Jury bewertbar bzw. vergleichbar wurden.
Die Klage darüber blieb auf der Agenturseite aus. Bemerkenswert!
So ergab sich bei den Präsentationen inklusive der Nachbereitung ein Niveau über alle Agenturen, welches die Jury nicht gänzlich überzeugen konnte.
Die besondere, bemerkenswerte Idee blieb aus. Deshalb wurden zwei Agenturen zur Nachbereitung aufgerufen. Die KREUZER-Tochter „Die WERFT“ siegte im zweiten Anlauf knapp.
Die IG Karli erwartet eine Kommunikationslösung, die die existenziellen Ängste der Händler, Gewerbetreibenden und Gastronomen im Zusammenhang mit der Baustelle aufnimmt und den Versuch glaubwürdig vertritt, den Belastungen der Baumaßnahmen im Rahmen der Möglichkeiten strategischer Kommunikation wirkungsvoll zu begegnen.
Von der Stadt und ihren Töchtern gibt es nunmehr Signale, das Kommunikationskonzept komplexer zu entwickeln und die jetzige Ausschreibung als einen ersten Schritt zu werten. Vorerst ist keine Abneigung zur Unterstützung der 2x im Jahr geplanten Straßenfeste festzustellen. Im Gegenteil. Die Botschaft hören wir wohl. Und wollen sie vorerst glauben.

Apropo und Aufruf: Straßenfeste

Nach Berücksichtigung des kommunalpolitischen Meinungsbildes insbesondere des Stadtbezirksbeirates Mitte sowie eingehender Abwägung und Abschätzung genehmigungsrechtlicher Chancen wird die IG KARLI von einem weiteren Antrag für einen verkaufsoffenen Sonntag “Karli” absehen. Vielmehr möchten wir uns zusätzlich zu den saisonalen Veranstaltungsreihen auf die Organisation samstäglicher KARLI-Straßenfeste konzentrieren, zu denen wir eine signifikante Unterstützung der Stadt Leipzig / KWL / LVB angeregt hatten. Vorsichtig angelegte Termine sind 10.05.2014, 20.09.2014, 09.05.2015 und 19.09.2015.
Wer also will begeistert in die Runde springen und einem Organisationskomitee „Südmeile“ (alles noch Arbeitstitel) Unterstützung anbieten? Startschuss jetzt! Bitte Kontaktformular mit Betreff „Südmeile“ auf www.ig-karli.de nutzen.

Nomen est omen: Der Kümmerer im iCon

Die LVB wird an der Ecke Paul-Gruner-Str./Karl-Liebknecht-Str. (vor Bio-Mare zwischen Litfaßsäule und Anschlusskästen) einen funktional hergerichteten Informations-Container (iCon) aufstellen, in dem während der Bauzeit ein Mitarbeiter der LVB seinen Dienst mit dem Ziel tun wird, sich um alle Fragen und Belange der Anwohner und Gewerbetreibenden im Zusammenhang mit der Baustelle zu kümmern. Als Kümmerer eben. Wir jedenfalls freuen uns auf ihn und heißen ihn auf der KARLI herzlich willkommen. Möge er sich bei uns wohlfühlen.

Spatzenpfeifen vom Rathausdach: Info-Veranstaltung

Wir alle sollen (demnächst) eingeladen werden. In das Neue Rathaus. Am 29.10.2013.
Zur Informationsveranstaltung „KARLI-Baustelle 2014/2015“.
Wir meinen: Termin notieren! Hingehen! Einbringen!

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IG KARLI NEWS

Die IG bleibt dran und dreht am Rad

An dieser Stelle regelmäßig zu informieren ist Anspruch. Die Umsetzung Arbeit. Entschuldigt deshalb bitte die Zeit der Ruhe. Die nur scheinbar so daher kommt, weil die IG Karli in Sachen Baustelle KARLI 2014/2015 intensiv und engagiert die Stadt Leipzig – meint hier formal richtig den Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters und des Stadtrates, Referat Kommunikation – „begleitet“ hat. Uns war von Anfang an klar, dass der Konsens mit der Stadt, der ein geduldiges Papier hervorbrachte, nur der erste Schritt sein konnte. Einer mit Perspektive fürwahr, aber auch hier ist der Weg das Ziel, wie sich schon bald herausstellen sollte. Denn die Verwaltung hatte Ihre Unterstützung zu einem verkaufsoffenen Sonntag erst einmal sang- und klanglos kommunalpolitischer Prozesse opfern müssen.

Das seltsame Verständnis von Interessenvertretung des Stadtbezirksbeirates Mitte oder wie man einen verkaufsoffenen Sonntag abwehrt

Die IG stellte einen „Antrag auf anlassbezogene, regionale Sonderöffnungszeit für Sonntag, den 08.06.2014, Stadtbezirk Mitte / Zentrum-Süd“. Das Ordnungsamt Leipzig wollte als Voraussetzung für einen dann zu erwartenden positiven Bescheid zum Antrag eine Befürwortung durch den Stadtbezirksbeirat Mitte. Auch dieser wurde von allen Beteiligten allgemein erwartet. Die Formulierungen im Antrag waren mit dem Ordnungsamt abgesprochen, damit eine Genehmigungsfähigkeit gegeben war.
Man muss wissen, dass das Gremium Stadtbezirksbeirat ausschließlich empfehlende und nicht beschließende Kompetenz hat. Und dazu installiert wurde, um bürgernah und demokratischen Prinzipien folgend Interessen zu vertreten.
Dennoch hat der SBB Mitte bei seiner Sitzung am 27.06.2013 durch wortführende und dem Vernehmen nach juristisch versierte Mitglieder, die zu Beginn ihrer Argumentation unmissverständlich ihre Profession ins Felde führten, eine formaljuristische Bewertung vorgezogen und unterstellt, die Antragsbegründung sei nicht rechtskonform und man könne deshalb nicht zustimmen.
Nach unserem Hinweis, dass eine juristische Bewertung hier nicht zur Debatte stand und dem Antrag und dem Gremium nicht gerecht wird, wurde argumentiert, man wolle keinen Präzedenzfall schaffen. Allerdings wurde ein solcher 2011 bei der Genehmigung des verkaufsoffenen Sonntags um das Paunsdorf-Center mit der IG Paunsdorf schon geschaffen!
Weiter wurde argumentiert, die zu erwartenden Besucher führten zu einem extremen sonntäglichen Verkehrsaufkommen. Allerdings fahren auf der Baustelle zu dieser Zeit keine Besucherfahrzeuge!
Der Stadtbezirksbeirat Mitte als demokratisch legitimierte Interessenvertretung des mit dem Antrag räumlich betroffenen Stadtgebietes hat mit einer JA-Stimme, sechs NEIN-Stimmen und einer Enthaltung die Empfehlung zur Unterstützung des verkaufsoffenen Sonntags verweigert.
Nach Berücksichtigung des kommunalpolitischen Meinungsbildes insbesondere des Stadtbezirksbeirates Mitte sowie eingehender Abwägung und Abschätzung genehmigungsrechtlicher Chancen wird die IG KARLI von weiteren Anträgen für verkaufsoffene Sonntage vorerst absehen. Vielmehr möchten wir uns zusätzlich zu den saisonalen Veranstaltungsreihen auf die Organisation samstäglicher KARLI-Straßenfeste konzentrieren, zu denen wir eine signifikante Unterstützung der Stadt Leipzig / KWL / LVB angeregt haben. Avisierte Termine sind 10.05.2014, 20.09.2014, 09.05.2015 und 19.09.2015.

Wie gesagt: Wir bleiben dran!

 Wird eine Baustelle durch Kommunikation gut?

Wir kommunizieren hier noch einmal prägnant die planerische Ausgangssituation:

Im Peterssteinweg und in der Karl-Liebknecht-Straße werden in den Jahren 2014 bis 2015 der Verkehrsraum für Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrzeuge und die Gleisanlagen vom Martin-Luther-Ring bis zur Körnerstraße modernisiert und neu gestaltet.
Beteiligt sind die Stadt Leipzig, die Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH und die Kommunalen Wasserwerke Leipzig GmbH (KWL). Investiert werden rund 16,7 Mio. Euro.
2014 wird auf der Ostseite (stadteinwärtige Richtung) des Peterssteinweges und der Karl-Liebknecht-Straße in sieben aufeinander folgenden Teilabschnitten halbseitig gebaut. Eine Ausnahme sind die Bereiche zwischen Härtelstraße und Dimitroffstraße sowie Shakespearestraße und Körnerstraße. In diesen Bereichen wird 2014 die Gleisanlage hergestellt sowie die Trinkwasser- Hausanschlüsse verlegt.
2015 folgt der Bau der Westseite (stadtauswärtige Richtung) von Martin-Luther-Ring bis Körnerstraße in sieben aufeinander folgenden Teilabschnitten. Zusätzlich in stadteinwärtiger Richtung der komplette Ausbau zwischen Härtelstraße und Dimitroffstraße sowie zwischen Shakespearestraße und Körnerstraße, die in 2014 nichtrealisierten Leistungen, wie Tief- und Leitungsbau, Bau von Fahrbahn sowie der Gehwege.
Geplante Bauausführungen sind montags bis freitags 7 bis 20 Uhr und samstags 7 bis 15 Uhr. Im Zeitraum der Straßenbahnvollsperrung in den Sommerferien 2015 erfolgt eine Ausweitung auf Nacht- und Sonntagsarbeit.
Der Straßenbahnverkehr mit ca. 30 000 Fahrgästen täglich wird dabei aufrecht erhalten. Ausnahme wird eine sechswöchige Unterbrechung während der Sommerferien 2015 sein. Der Kfz-Verkehr wird umgeleitet. Für das Jahr 2014 ergibt sich aufgrund eines Workshops vom 22.05.13 folgende Regelung für die Führung des Radverkehrs: Auf der KARLI wird es keine Negativbeschilderung für den Radverkehr in stadtauswärtiger Richtung geben. Das heißt, für den Radverkehr gelten innerhalb der Baustelle Verkehrsregeln des Anlieferverkehrs und er kann diese Richtung durch die Baustelle nutzen. In stadteinwärtiger Richtung muss der Radfahrer die Umleitung über die Bernhard-Göring-Straße nutzen. Stadteinwärts ist der Radverkehr wie auch der Anliegerverkehr ab Mai 2014 bis Ende 2014 bis auf Höhe Shakespearstraße möglich.

Anders formuliert: Da kommt was auf uns zu!

Die Stadt hat nun ein Kommunikationskonzept vorgelegt mit zwei Zielen:

„Information – Wann wird wo gebaut und welche baulich bedingten Einschränkungen ergeben sich daraus für Anwohner, Gastronomen, Gewerbetreibende und den Verkehr?
Imagepflege – Die KARLI soll während der gesamten Bauzeit weiterhin als lebendiges und gut erreichbares Ziel wahrgenommen werden.“

Weiter heißt es:

„Bestreben der Bauherren ist es, die Interessen, Sorgen, Wünsche und Fragen von Anwohnern und Gewerbe kennen zu lernen und während der Bauphase nach Möglichkeit zu lösen, um die unvermeidbaren Beeinträchtigungen während der Bauphase auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Hierzu erfolgt ein regelmäßiger Dialog mit dem Interessenbeirat sowie der IG KARLI. Basis hier für bildet das am 16.01.13 im Interessenbeirat bestätigte Konsenspapier (s. Anlage).
Um die konkreten Probleme während der Baumaßnahme zu lösen und einen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu ermöglichen, steht ein direkter Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Die Stadt Leipzig, die LVB und die KWL werden über das Bauvorhaben in bürgernaher, verständlicher und glaubwürdiger Form informieren und nach Kräften unterstützen, dass die KARLI während der Bauzeit ein attraktiver, lebendiger Ort ist, den es aufzusuchen lohnt.“

Zur Umsetzung des Kommunikationskonzeptes nun hat die Stadt 4 Agenturen eingeladen eine Wort-Bildmarke und Flyer und Plakatmotive zu kreieren. Am 17. September 2013 findet dazu eine Wettbewerbspräsentation statt. Leider ist dazu nun ganz nüchtern festzustellen, dass das – sowohl inhaltlich als auch die finanzielle Ausstattung betreffend –  Konzept einer Low -Budget-Einzelmaßnahme sehr viel stärker entspricht als einer von der IG KARLI präferierten wirkungsvollen zweijährigen und mit einem entsprechenden Etat ausgestatteten Kommunikationskampagne.

Denn wir erinnern uns: Im Konsenspapier steht dazu geschrieben: “Vor Baubeginn wird ein umfangreiches und mit einem Budget unterlegtes Werbe- , Informations- und Kommunikationskonzept im Dialog mit der IG Karli erarbeitet …” Bei 16,7 Mio. Euro baulichen Investitionskosten wurden von der Stadt im ersten Schritt 4.000,- Euro kalkuliert. Wir sind tief beeindruckt.

Auch hier gilt: Wir bleiben dran!

Dazu mehr demnächst hier.

Konsenspapier

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Konsens erreicht

Gemeinsamer Workshopprozess der Interessengemeinschaft IG Karli und der Stadt Leipzig zum Bauablauf in der Karl-Liebknecht-Straße

Die IG Karli, ein Zusammenschluss von Gewerbetreibenden, Händlern und Gastronomen in der Karl-Liebknecht-Straße, befürchtet durch den zweijährigen Bau der Karl-Liebknecht-Straße erhebliche Beeinträchtigungen und Umsatzeinbußen, welche teilweise existenzbedrohend sein könnten.
In diesem Zusammenhang gab es den dringenden Wunsch, sich in die Planungen zum Bauablauf konstruktiv einzubringen. Der im Interessenbeirat am 13. Dezember 2012 gefasste Beschluss zur Variante 1 des Bauablaufes konnte manche Gewerbetreibende nicht befriedigen, da sie in dieser Variante die Interessen der Händler und Gastronomen nicht ausreichend berücksichtigt sahen.
Um in diesen Konflikt beizulegen, beauftragte die IG Karli das Planungsbüro StadtLabor als externen Berater und Moderator für einen Workshopprozess, zu welchem die in der IG Karli versammelten Gewerbetreibenden, Mitglieder des Interessenbeirates Karli, das Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig sowie die LVB gemeinsam eine verträgliche Bauvariante entwickeln sollten.

In insgesamt vier konstruktiven und ergebnisorientierten Workshoprunden konnte ein für alle Seiten befriedigender Konsens erzielt werden. Dieser beinhaltet folgenden optimierten Bauablauf:

– Der Abschnitt mit der höchsten Dichte an Kneipen zwischen Shakespearestraße und Körnerstraße wird komplex im ca. Mitte Februar bis ca. Mitte August 2015 gebaut. Um hier nur eine Vollsperrung der Straßenbahn während der Sommerferien in 2015 zu haben, sind vorgezogene Bauleistungen der KWL und Gleisbau 2014 (ca. Januar bis ca. April 2014) notwendig

– Auch der Peterssteinweg zwischen Dimitroffstraße und Härtelstraße wird komplex im 2. Halbjahr 2015 gebaut, das Weihnachtsgeschäft der Läden auf der Ostseite wird dabei berücksichtigt

– Im mittleren Abschnitt zw. Härtelstraße und Shakespearestraße sowie im Bereich des Leuschnerplatzes wird jeweils halbseitig in wandernden Teilabschnitten gebaut. Damit soll jeweils eine Fahrtrichtung für den Anlieger- und Belieferungsverkehr durchgehend befahrbar sein

– Die Straßenbahn fährt bis auf eine 6-wöchige Sperrung in den Sommerferien 2015 auf Interimsgleisen oder den neugebauten Gleisen während der gesamten Baumaßnahme

– Die Haltestelle „Münzplatz“ wird mit Beginn der Baumaßnahmen als Bauhaltestelle eingerichtet

– Jeder Gewerbe-Anlieger der Karli erhält bis Juli 2013 einen individuellen, verbindlichen Bauablaufplan für den jeweiligen Baubschnitt

– Ein direkter und kompetenter Ansprechpartner und Kümmerer steht den Anliegern während der gesamten Baumaßnahme vor Ort zur Verfügung und sorgt für schnelle Lösungen bei Problemen

– Bis Mai 2013 wird ein Parkraum- und Belieferungskonzept für die Bauzeit erarbeitet, welches kostenfreie Kurzzeitparkzonen (10-18.00 Uhr) in den Seitenstraßen und eine ständige Erreichbarkeit für Belieferungen beinhaltet

– Vor Baubeginn wird ein umfangreiches und mit einem Budget unterlegtes Werbe- , Informations- und Kommunikationskonzept im Dialog mit der IG Karli erarbeitet. Dazu lädt das Referat Kommunikation der Stadt Leipzig Vertreter der IG Karli ein.
Mit dem erreichten Konsens konnte der Konflikt beigelegt werden. Man einigte sich darüber hinaus darauf, weitere Details in einer dauerhaften und engen Kommunikation zu klären. Dazu gehört zum Beispiel auch die Prüfung einer sicheren Führung des Radverkehrs.

Am 16. Januar soll nun der Interessenbeirat Karli über den optimierten Bauablauf befinden. Bei Bestätigung wird dieser dann mit Bestandteil des Bau- und Finanzierungsbeschlusses, der dann dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt wird.

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Über das „IG-Karli“-Treffen am 20.12.2012

„Es tut sich was“, stellten die anwesenden Mitglieder des Treffens am 20.12 positiv fest. Anwesend war diesmal der Projektleiter des Hoch- und Tiefbauamtes und stand unseren Fragen, Wünschen und Vorschlägen, welche bei der letzten Zusammenkunft
am 13.12 gesammelt wurden, Rede und Antwort.

Folgende Dinge wurden klar gestellt bzw. waren Ergebnisse der Diskussion:

– Anlieferzonen werden markiert und kontrolliert freigehalten

– die Befahrbarkeit der Querstraßen (Zugang von Osten nach West und West nach Ost) wird momentan noch geprüft bzw. wird simuliert, um festzustellen, wie dies am unkompliziertesten von statten gehen kann

– Das Parken in den Seitenstraßen wird momentan noch geplant, hierzu soll es ein Reglement geben, das ab einer gewissen Zeit die Anwohner bevorzugen soll

– Es wird ein Infopoint eingerichtet, der jeden Interessierten informieren und die Belange der Gewerbetreibenden mit erfasst. Einmal die Woche ist dann eine Sprechstunde mit den Entscheidungsträgern angedacht

– Im Juli 2013 soll ein zeitlich verbindlicher Bauablaufplan feststehen

– Auf Antrag beim Ordnungsamt können evtl. Freisitze und Auslegergebühren erlassen werden

– Das Wechseln der Straßenseiten soll für Fußgänger in regelmäßigen Abständen möglich sein

– Die Fußgängerwege sollen zwischen 1,30 m und 2 m breit sein

– Schulwege sollen gesichert werden

– Kontrollen über verstellte, entfernte oder umgeworfene Verkehrsleitsysteme sollen öfter Erfolgen als beispielsweise damals in der Lützner Straße

– Rettungswege sind ebenfalls geplant

– Es sollen weiterhin Werbung und Informationen für und über die „Karli“ existieren, was das Verkehrs- und Informationssystem angeht

Wir bleiben dran und halten euch wie immer „Up to Date“

Liebe Grüße

Eure „IG-Karli“

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Über das IG-Treffen am 13.12.2012

Hallo liebe Freunde und Unterstützer der “IG-Karli”,

am 13.12.2012 traf die IG wieder zusammen, um nicht nur über den momentanen Stand zu informieren, sondern auch in einer Art Workshop Lösungen zu finden.

Es wurden Vorschläge zur Optimierung der geplanten Bauvariante der Stadt diskutiert und auch Fragen gesammelt, die an das Hoch- und Tiefbauamt gestellt werden müssen.
Jenes wird durch seine Vertretung bei unserer nächsten Tagung anwesend sein.
Bestandteil der Debatte waren die Erreichbarkeiten der Querstraßen und der “Karli” für PKW, Lieferverkehr, Radfahrer und Fußgänger, sowie eine eventuelle zeitliche Optimierung über eventuelle parallellaufende Baustellen.

Der Workshop erfolgte in Anwesenheit von IG-Karli-Mitgliedern und Mitgliedern des Interessenbeirates Karl-Liebknecht-Straße, um die Arbeit effektiver zu machen und die Kommunikation der verschiedenen Instanzen zu vereinfachen.

Die gesammelten Fragen, Vorschläge und Ergebnisse werden nun den verantwortlichen Stellen zur Verfügung gestellt, mit der Bitte die Machbarkeit in diesem Bereich zu überprüfen.
Wir bleiben dabei immer im Kontakt mit der Stadt Leipzig und halten euch auf dem Laufenden.

Noch ein letzter Kommentar in eigener Sache: Nach dem letzten Treffen des Beirates wurde in einer Pressekonferenz eine Entscheidung des “Interessenbeirates Karl-Liebknecht-Straße” bekanntgegeben. In verschiedenen Zeitungen wurde geschrieben, dass eine Einigung mit den Gewerbetreibenden erziehlt wurde. Dies entspricht nicht der Wahrheit, es ist lediglich die Meinung von 8 Mitgliedern des Beirates, nicht die Meinung der “IG-Karli”. Dies wurde auch mit den anwesenden Mitgliedern des Beirates ausgiebig diskutiert. Wir räumen ein, dass einige Mitglieder des Beirates, die für die Gewerbetreibenden sprechen sollen, bisher der Einladung der “IG-Karli” noch nicht gefolgt sind. Wir für unseren Teil fühlen uns an dieser Stelle noch nicht ausreichend vertreten.

Eure “IG-Karli”

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Wir suchen!

Die IG-Karli sucht nun nach einem Fachmann/Sachverständigen,welcher mit uns einen alternativen Plan zum Bauprojekt entwickeln kann. Wir treten zu diesem Thema bereits an die HTWK heran. Dies dient in erster Linie dazu, unsere Möglichkeiten zu überprüfen den Bau entweder zu beschleunigen oder gar in Bauabschnitte zu unterteilen.

Desweiteren ist es geplant, eine statistische Erhebung über die voraussichtlichen Verluste der Unternehmen auf der Karl-Liebknecht-Straße erstellen zu lassen.

Wir halten euch weiterhin auf dem Laufenden.

Eure IG-Karli

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Rückblick auf die letzten Treffen der IG

Einige Mitglieder der IG-Karli fanden bereits am 29.10.2012
zu einem Treffen, organisiert von der Dehoga Leipzig, mit der Stadt Leipzig und der LVB zusammen.
Die Gelegenheit wurde genutzt, um die Position unseres Ansinnens darzulegen. Es wurde nicht nur über den momentanen Sachstand der Dinge informiert, sondern es wurde auch eine gemeinsame Bereitschaft signalisiert mit der Stadt Leipzig im offenen Gespräch zu bleiben und einen gemeinsamen Weg zu finden.

Ein weiteres Treffen der IG wurde zum 01.11.2012 vereinbart.
Zu dieser Zusammenkunft wurden die neu hinzugewonnenen Mitstreiter auf den aktuellen Stand der Lage gebracht und weitere Positionen des Denkens wurden gesammelt. Es kristallisierte sich heraus, dass bei der Menge der Unternehmer künftig ein Sachverständiger benötigt wird, um weiterhin effektiv an unserem Vorhaben zu arbeiten.

Eure IG-Karli

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