Unser Ansinnen

Für die sanfte Sanierung der Karl-Liebknecht-Straße – gegen eine zweijährige Vollsperrung. Eine Initiative der IG Karli.

Die gute Nachricht: Die Karli wird schön gemacht, vom Wilhelm-Leuschner-Platz über den Peterssteinweg bis zum Südplatz. Kanalisation, Beläge, Schienen, Fußwege – alles wird neu. Das ist toll. Die schlechte Nachricht: Die Karli soll für die gesamte Zeit der Sanierung komplett gesperrt werden – zwei Jahre lang.

Beim Arzt parken? Vorm Rechtsanwalt, beim Friseur oder am Kinderklamottenladen? Nicht möglich. Den Buggy zum Café schieben, die Brille zum Optiker bringen, Konzertkarten holen am Peterssteinweg? Nicht möglich. 24 Monate lang. Die Nabelschnur zur Innenstadt würde durchtrennt, die Südmeile tot gelegt.

2014 bis 2015 soll der 1,2 Kilometer lange Abschnitt der Südmeile für den Verkehr komplett dicht gemacht werden. Mindestens 24 Monate: keine Autos, keine Fahrräder, kein Parken, kein Schlendern nach Süden. Für 1,45 Meter Baufortschritt pro Tag! Nur die Straßenbahn soll fahren dürfen. So wollen es die Leipziger Verkehrsbetriebe.

Wohin das führt, sieht man in der Lützener Straße oder beim City-Tunnel: Gewerbetreibende, Ladeninhaber, Gastwirte und Hausbesitzer sind in ihrer Existenz bedroht oder längst Pleite. Straßen veröden. Nebenstraßen werden verstopft von den Lieferfahrzeugen der Läden und Lokale, Mieter kündigen.

Das Gute: Die Alternative liegt auf dem Tisch! Laut Stadtplanungsamt kann die Sanierung in vier etwa gleich großen Abschnitten erfolgen. Jeder Abschnitt würde drei, maximal sechs Monate in Anspruch nehmen. Der Rest der Straße wäre befahr- und begehbar.

Nur die LVB versucht das zu verhindern. Sie möchte ein „Notgleis“ auf der Karli verlegen. Das Notgleis rechnet sich nur für die LVB und nur, wenn die Karli lange Zeit voll gesperrt ist. Die LVB behauptet, damit Verluste zu vermeiden. Aber um welchen Preis?

Ein Vielfaches vom dem, was der städtische Betrieb behauptet zu sparen, ginge Stadt, Land und Bund in der Karl-Liebknecht-Straße an Einnahmen verloren: Hunderte Arbeitsplätze sind in Gefahr, Einkommens-, Gewerbe- und Umsatzsteuern im zweistelligen Millionenbereich brächen weg, wenn die Südmeile abgeriegelt wird.

Wir – die IG Karli und ihre Mitstreiter – wollen unsere lebendige Karli behalten! Mit Ihrer und Eurer Unterstützung kann das klappen! Drückt auf „Gefällt-mir“, teilt die Seite mit allen, die Ihr kennt und die das Leben in der Karli und ihrer Seitenstraßen lieben und schätzen. Erzählt es herum, wendet Euch an Eure Abgeordneten – die Sanierung der Straße wird öffentlich gefördert. Noch ist es nicht zu spät, den Bau sinnvoll oder schneller zu gestalten. Jedes „Gefällt mir“ ist ein Argument, uns zuzuhören. Wir danken sehr!